Hannah

Wer bin ich und wenn ja wie viele?

Lange erwartet und sagenumwoben: das Seminar für die Dualen in Grube Luise. “Selbstfindung” sollte das Thema sein, doch was sollten wir uns darunter vorstellen? Es wurde viel spekuliert, doch auch meine Erwartungen waren eher niedrig.

Im Oktober fuhren wir los in den tiefsten Westerwald, und ich habe einfach mal alles auf mich zukommen lassen.

Das Seminargebäude war alternativ aber sehr schön. Ein Team aus zwei Coaches und einer Fitnesstrainerin stand für uns bereit. Und dann ging es los:

Die gesamte Gruppe war dafür verantwortlich einzukaufen und zu kochen, da muss man erst mal mit 10 Leuten auf einen Nenner kommen. Aber wir sind doch immer alle satt geworden. Zwischendurch gab es immer wieder kleine Sporteinheiten, um uns fit zu halten und den Kopf wieder aufnahmebereit zu machen. Herzstück dieses Programms war der “Swingstick” aber auch Hanteln waren im Einsatz und auch die Bewegung an der frischen Luft kam nicht zu kurz.

Doch all das war mehr Begleitprogramm. Denn im Wesentlichen ging es um die Erarbeitung von Inhalten rund um unsere eigene Person. Wer bin ich? Was macht mich aus? Mithilfe eines Tests konnte ich rausfinden, welcher Typ Mensch ich bin und wie ich am liebsten überzeugt werde. Da stellt sich schnell raus, dass so etwas von Typ zu Typ sehr unterschiedlich sein kann. Weiter ging es mit meinen Zielen. Was habe ich im Moment? Was macht mich zufrieden, was unzufrieden? Was habe ich jetzt, was will ich erreichen? Und vor allem, wie kann ich das erreichen, was ich erreichen will? Nie hätte ich gedacht, dass mich jemand Fremdes dabei unterstützen könnte. Doch da hatte ich mich wirklich getäuscht. Es war beeidruckend, mit welcher Präzision die Coaches und auch die anderen Teilnehmer meine Stärken und Schwächen erkennen konnten. Denn wann nimmt man sich schon die Zeit, so intensiv in sich zu gehen? Also ich zugegebenermaßen nie.

Was mir besonders gefallen hat, waren die Inhalte zur Kommunikation. Bei einer Gruppenaufgabe mit verbundenen Augen musste ich feststellen, dass jeder die Welt mit ganz anderen Worten und auf verschiedene Weise beschreibt.

Auch das 4-Ohren-Modell war eine interessante Erfahrung  für mich. Dieses Modell besagt, dass nicht alles von anderen so verstanden wird, wie ich es meine, sondern dass es hier verschiedene Ebenen gibt. Ein Beispiel: Sagt der Mann zur Frau: “Die Ampel ist grün!”

Alles in allem war die Zeit also mit vielen neuen und interessanten Erfahrungen verbunden und ich muss ganz ehrlich zugeben: meine Erwartungen wurden um Welten übertroffen!

Eure Hannah