Kim

Ausflug nach Köln zu Ford

Die Berufsschulklasse der Mittelrheiner hatten die Möglichkeit mit einer anderen Klasse von Industriekaufleuten das Werk von Ford in Köln zu besuchen.

Wir benötigten ungefähr 1,5 Stunden mit dem Bus von Neuwied bis nach Köln in das Besucherzentrum von Ford, welches übrigens sehr schön ist. Da viele unter einer akuten Kaffeeunterversorgung litten, wurde noch vor der offiziellen Begrüßung die Kaffeetheke gestürmt. Nachdem wir mit wirklich leckerem Kaffee versorgt und glücklich waren, wurden wir herzlich begrüßt, auf Sicherheitsbestimmungen und Datenschutz hingewiesen und anschließend wurde uns noch ein kurzer Film zur Geschichte von Ford präsentiert.

Endlich ging es los! 😉

Wir sind mit einem kleinen Wagen, wie sie in Städten bei Rundfahrten genutzt werden, durch die Produktion gefahren. Mit einer Schutzbrille ausgerüstet und Lautsprechern an der Decke jedes Wagens konnten wir der informativen und meiner Meinung nach sehr interessanten Führung folgen. Zu Anfang fuhren wir an den Pressen vorbei, die aus Blech Karroserieteile stanzten. Dabei konnten wir 4 Rasselsteiner uns natürlich nicht verkneifen zu fragen, von wem denn die Coils mit dem Blech stammen. Und wie soll es auch anders sein… von ThyssenKrupp natürlich! 😉 Weiter ging die Fahrt! Nachdem wir an weiteren Pressen vorbei fuhren kamen wir zu den meist zweistöckigen Schweißstraßen, in welchen wir auf eindrucksvolle Weise sahen wie viele Roboter gerade in diesem Bereich eingesetzt werden. Ich war etwas verwundert, muss ich zugeben. Mir war zwar klar, dass viele Arbeiten von Robotern übernommen werden, jedoch hab ich gedacht man trifft doch auf mehr Mitarbeiter, welche diese bedienen oder kontrollieren.

Nach einer kurzen Fahrt in die andere Produktionshalle wurde jeder (also auch ich 😉 ), der zuvor dachte hier arbeiten ja wenig Menschen jedoch von dem Gegenteil überzeugt. Denn nach der Hochzeit, also dem Zusammenführen von Karroserie und Motorblock, durchfuhren wir den Bereich, indem der Innenausbau der Autos stattfand. Hier sah man dann umso mehr Mitarbeiter, welche die auf einem sehr langsamen Fließband fahrenden Autos mit dem jeweilig gewünschten Leben füllten. Hierbei wurde alles von Hand gemacht. Man merkte schnell, dass die Mitarbeiter dabei viel Spaß hatten und auch nicht unter zu hohem Druck arbeiten mussten. Als letzten Punkt kamen wir zu der Endkontrolle, wobei jedes Auto auf Herz und Nieren getestet wurde. Wenn ich mich richtig erinnere, wird bei Ford alle 47 Sekunden ein Auto fertig gestellt.

Beeindruckend war bei der gesamten Führung die Tatsache, dass von Anfang bis Ende alle Informationen zu einem bestellten Auto in dem Barcode hinterlegt sind. Die hochgradige Organisation und Datenverarbeitung begegenete uns immer wieder. Sei es bei dem ersten Schweißen, der Farbe, dem richtigen Motor, der Position des Lenkrads oder den einzelnen Ausbauten für den Innenraum.

Zum Schluss durften wir dann noch für ein paar Stunden in die Stadt etwas essen oder die Zeit für andere Dinge nutzen, die man in der Innenstadt von Köln so machen kann. 😉 Ich fand den Tag sehr schön und kann jedem nur empfehlen mal eine solche Führung zu machen. Besonders aus dem Grund, dass man einmal sieht wie man Blech weiterverarbeiten kann.

Eure Kim 😉