Hannah

ThyssenKrupp Steel Europe – Ohne Koks läuft nix!

Tagtäglich verarbeitet ThyssenKrupp Rasselstein Warmband-Coils, die per Zug angeliefert werden, weiter. Doch wo kommt dieses Warmband eigentlich her?

Um das herauszufinden, machten wir uns mit einem Bus voller Rasselsteiner Azubis auf den Weg nach Duisburg zu Thyssenkrupp Steel Europe. Dort wird aus Eisenerz Stahl hergestellt, gewalzt und zum Weitertransport zu Coils aufgewickelt.

Doch wie funktioniert das alles? Und was hat es mit dem Koks auf sich?

Nur um dies mal von vorne herein klarzustellen: Die Mitarbeiter nehmen KEINE Drogen. Mit Koks ist vielmehr ein aus Kohle gewonnenes Material gemeint, mit welchem die Hochöfen angefeuert werden. Außerdem kommen in die Öfen noch Pellets und Sinter (für bessere Luftzirkulation) und Eisenerz. Bei bis zu 1700°C wird so Roheisen gewonnen.

Der Roheisen wird in Torpedo-Pfannen (nach ihrer Form benannt) zum Stahlwerk transportiert. Interessant ist, dass das Roheisen pro Stunde nur um 7°C abkühlt.

Im Stahlwerk wird der Kohlenstoff im Roheisen größtenteils verbrannt, so dass Stahl entsteht. In einem Konverter (Kessel) werden danach Stahlschrott (u. a. zur Kühlung) und Stahl gemischt, sowie Legierungselemente zugegeben.

Da der Kunde den Stahl aber nicht in flüssiger Form geliefert bekommen möchte, kommt dieser danach in eine Gießwalzanlage. Hier wird der Stahl in Brammen (sieht aus wie riesige Schokoladentafeln) gegossen und danach direkt auf ca. 1,5 – 4 mm gewalzt.

Die fertigen Coils kommen dann nach Andernach zu ThyssenKrupp Rasselstein. Und wie es dann weiter geht, das könnt ihr in Andres Blog über unsere Werksbesichtigung lesen: http://azubiblog.thyssenkrupp-rasselstein.com/wp/2012/06/15/wer-wie-was-wieso-weshalb-warum-wer-nicht-fragt-bleibt-dumm/

 

Liebe Grüße, eure Hannah