Anna

INDIEN – sehen! erleben! staunen! oder wundern?!

Erik (Industriemechaniker) und Daniel (Mechatroniker) berichten Kim und mir im Interview von ihrem dreiwöchigen Praktikum bei ThyssenKrupp Electrical Steel India.
 

Die Regenzeit war gerade vorüber und die Landschaft war grün, als die beiden Ende September in Indien angereist sind.
Von morgens 09:00 bis abends 18:00 Uhr haben die zwei Rasselsteiner ihren Arbeitstag in einem Land verbracht, aus dem sie viele unvergessliche Erlebnisse mitgebracht haben und ihnen Erfahrungen für ihr ganzes Leben mit auf den Weg gegeben wurden.

In der ersten Woche haben Erik & Daniel eine Betriebseinweisung bekommen, bei der sie den kompletten Betrieb besichtigt haben. Zwei Tage haben sie in der Qualitätssicherung verbracht.
Die zweite Woche haben sie das Projekt “Windmühle” in Angriff genommen. Sie sollten eine Windmühle bauen, überarbeiten und optimieren. Laut der beiden hatten sie dort schon den Stand eines Ingenieures, da sie Anweisungen geben durften und genau wie diese einen weißen Helm getragen haben (Arbeiter sind normalerweise mit blauen Helmen ausgestattet).

In der letzen Woche durften sich die beiden die Instandhaltung von Anlagen genauer anschauen. Den Donnerstag vor ihrer Abreise haben sie eine Präsentation vor dem technischen Leiter von ThyssenKrupp Electrical Steel India halten dürfen; sie haben die erlernten Inhalte der Produktion sowie ihr eigenes Projekt vorgetragen und anschließend ein Feedback von ihm bekommen.
ThyssenKrupp Electrical Steel India  

Na, Lust auf Indien?
Im Interview beantworten die Zwei uns einige Fragen über das Land und das Arbeiten dort.

Was hat Euch an dem Praktikum gereizt, was hat euch dazu bewegt?
Daniel: Einfach die Auslandserfahrung zu machen. Und ich denke, dass sich ein Auslandspraktikum auf jeden Lebenslauf positiv auswirkt.
Erik: Eine neue Kultur kennenzulernen und die Sprachkenntnisse zu optimieren. Man lernt eben nie aus!

Wie lange wart ihr da und wo genau?
Wir waren 3 Wochen lang in der Nähe von Nashik.

Was war der erste Eindruck?
Daniel: Erstmal hatte ich echt ein ‘Brett vorm Kopp’, weil dort so schwere, stickige und feuchte Luft war. Am Straßenrand war es sehr dreckig und wir bekamen sehr schnell die Klassenunterschiede zu Gesicht.
Erik: Überall waren Müllberge und freilaufende Hunde zu sehen. An jeder Ecke stand ein Gebetshaus und es waren viele Baustellen dort. Wir merkten, dass sich das Land langsam entwickelt.

Wie seid ihr mit der Sprache klargekommen?
Erik: Untereinander echt gut! Aber lustig war, dass im Quality Department zwei Männer zwei verschiedene indische Sprachen gesprochen haben und es zu Problemen bei der Verständigung kam, da der eine mit seinem Englisch auch nicht wirklich weit kam. (lacht)
Daniel: Wir mussten unsere Kollegen immer darauf hinweisen, ein bisschen langsamer zu sprechen. Denn sie redeten so schnell, dass wir uns wirklich konzentrieren mussten um auch alles nachvollziehen zu können.

Was wurde dort genau produziert?
Daniel: Electrical Steel für Motoren, Generatoren, Transformatoren und Autobleche wurden hergestellt.

Wie war die Unterkunft und das Essen?
Daniel: Die Unterkunft war total sauber; wir wohnten in einem Gästehaus auf dem Werksgelände (30 Zimmer für Gäste der Firma, Fitnessraum, etc.).
Erik: Das essen war ‘ultra gut’!
Daniel: Viele vegetarische, scharfe Gerichte und leckeres Fleisch. Wirklich sehr lecker! Für ein Menü im 4-Sterne-Hotel haben wir nur 3 € bezahlt!

Konntet ihr selbst viel mit anpacken in eurem ‘Auslandsjob’?
Erik: Ja, vor allem bei unserem Projekt mit der Windmühle konnten wir viel selbst einbringen.
Daniel: An die Anlagen durften wir jedoch nicht ran, was aber durchaus verständlich ist.

Habt ihr in Indien Freundschaften knüpfen können?
Erik: Ja! Jeder den wir dort kennen gelernt haben möchte uns besuchen kommen und jeder wollte Bilder mit uns machen. So haben wir zum Beispiel auch BP & PP kennengelernt, die später sogar das Essen mit uns geteilt haben.
Daniel: Überhaupt waren die Menschen dort sehr gastfreundlich. Ein Ingenieur hat uns sogar zu sich eingeladen und uns seine Famile vorgestellt.

Würdet ihr nochmal hinfahren?
beide: JA! Wann geht’s los?

Was war euer bestes Erlebnis während dieser Zeit?
Erik: Ellora (das 4-Sterne-Hotel, indem wir eine Nacht verbracht haben).
Daniel: Eindeutig das leckere Essen!

Was für bleibende Eindrücke hat euer Praktikum hinterlassen?
Erik: Das es uns wirklich verdammt gut geht! Alleine wenn man nur mal die Schulbildung betrachtet.

Sooo, erstmal danken Kim und ich euch beiden für das wirklich amüsante Interview. Und es freut uns zu hören, dass ihr am Ende eine super Bewertung dort bekommen habt! Es hat echt Spaß gemacht euch beiden zuzuhören.
Wie ihr zum Einen über die Landschaft und die Kultur gestaunt habt und zum Anderen so verwundert über die unterschiedlichen Schichten gesprochen habt.
Wie wahrscheinlich in jedem Land auf der Welt kann man über die einen Dinge staunen und sich über die anderen wundern…

Berichtet uns doch von euren Erfahrungen aus einem anderen Land!
Wir freuen uns,
Anna & Kim!

Ach und Danke Kim, dass wir beide so gut harmonieren bei unserem Zweitjob als Carla Columna!
Eine tolle Idee in unseren Notizen das Wort BAMBI zu verwenden, als die Jungs uns erzählt haben, dass die Landschaft sehr grün war. Ich finde Bambi beschreibt das ganz gut. :-)

3 Antworten auf "INDIEN – sehen! erleben! staunen! oder wundern?!"