Kim

Game Over! Industriekauffrau… Check!

Game over!

Nun sind schon fast vier Monate vergangen, seitdem ich meine Ausbildung als Industriekauffrau bei ThyssenKrupp Rasselstein erfolgreich beendet habe. Jedoch war dies ja wie ihr in der Beschreibung meines dualen Studiums lesen könnt nur ein Teil meiner Ausbildung. Denn neben der Ausbildung zur Industriekauffrau studiere ich ‘nebenbei’ an der VWA Koblenz und absolviere eine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin.

Bis Mitte nächsten Jahres arbeite ich als Volontärin in der Materialwirtschaft.  Dies bedeutet, dass ich zwar Vollzeit an einem festen Arbeitsplatz in einer Abteilung arbeite, jedoch samstags weiterhin in die VWA gehe und die Gelegenheit habe diverse Seminare zu belegen. Darunter fällt unter anderem ein Auslandsaufenthalt in England. Die Sprachschule Hommer aus Koblenz hat in Zusammenarbeit mit der VWA Koblenz diesen Auslandsaufenthalt organisiert, welcher einen optimal auf die im September und Oktober anstehenden Prüfungen zur Fremdsprachenkorrespondent/in vorbereitet. Und genau von diesem komme ich gerade wieder zurück.

4 Wochen direkt an der Kreideküste von England, 500 m von feinstem Sandstrand entfernt und umgeben von äußert netten britischen Lehrern und Gasteltern vergingen wie im Flug.

Unsere Gruppe bestand aus 23 Studenten der VWA und einem 5-köpfigen Lehrerteam. Zu einem Herr Hommer selbst, seine Kollegin Mischka sowie drei britische Kolleginnen namens Kate, Heather und Ingrid. Meiner Meinung nach war der Unterricht sehr gut organisiert und effektiv.  Da z. B. Ingrid aus eigener beruflicher Erfahrung heraus in ihren Stunden Beispiele aus dem wahren Alltag heranziehen konnte war stets ein ganz enger Bezug zwischen Theorie und Praxis. Aber der Spaß stand auch im Klassenraum nicht hinten an. Kate, eine Frau voller Lebensfreude, einer gewissen “Leichtigkeit” durchs Leben zu gehen und mit einem beeindruckenden Wissen in den verschiedensten Gebieten war für mich einer der Höhepunkte dieser Reise. Aber nicht nur der Unterricht und die verbesserten Englischkenntnisse waren die Reise wert, sondern auch die Erlebnisse vor Ort.

Die ersten zwei Wochen wurden wir alle davon überzeugt, dass das Klischee “England= mieses Wetter” nicht immer stimmt und sehr regional unterschiedlich mal mehr und mal weniger zutrifft. Die Region rund um Ramsgate hat einen ähnlich schönen und trockenen Sommer wie hier in Deutschland an der Nordsee. Ich hätte nie gedacht, dass ich in England braun werden würde!

Jedoch gab es auch die typischen Regentage oder eher bewölkten Tage, denn richtigen Regen hatten wir nur an 3 Tagen der insgesamt 4 Wochen. Aber auch wenn das Wetter für einen Abend am Strand zu schlecht war bot Ramsgate und das angrenzende Margate viele Möglichkeiten etwas zu unternehmen. Besonders schön waren die Abende im Churchills Tawern. Hier gab es regelmäßig Jam Sessions. Dabei konnten alle Musiker, die ein Instrument spielen konnten einfach auf die Bühne gehen und loslegen. Das war  überwältigend! Einfach beeindruckend wie viele verborgene Talente in diesen Städtchen schlummern.

Neben dem Unterricht und den selbst organsierten Freizeitbeschäftigungen gab es auch noch zwei Ausflüge, die durch die Sprachschule Hommer organisiert waren. Einmal nach Dover Castle und einmal nach Leeds Castle. Beide Burgen waren sehr schön aber komplett verschieden. Wo Dover Castle mit seiner Geschichte, den Tunneln und einem wunderschönen Blick auf den Hafen von Dover und das Meer glänzt, fasziniert Leeds Castle die Besucher mit seinen riesigen Gartenanlagen und dem Irrgarten.

Wie eine Prinzessin geht man durch die Gartenanlagen von Leeds Castle. Im Allem steckt der Sinn fürs Detail und allein die Pflanzen- und Tierwelt lassen einen Träumen. Verstärkt wird dieses Gefühl Teil dieser vergangen Zeit zu sein durch die kleinen Wege, alte Ställe und die vielen kleinen Brücken.  Ich konnte mir richtig gut vorstellen wie man sich hier als Burgfräulein gefühlt haben muss, umgeben von so viel Wohlfühlatmosphäre. :)

So jetzt ist aber genug Kitsch! Sehr spannend und spaßig war das Labyrinth von Leeds Castle. Gefühlte 2 Stunden haben wir versucht den Mittelpunkt zu finden.  Und um ehrlich zu sein nur durch ein “wenig” Schummelei haben wir ihn schlussendlich gefunden.  Hinaus ging es dann durch einen kleinen Tunnel der einen stark an den Warteraum vom Mistery Castle im Phantasialand erinnerte.  Nicht zuletzt durch eine meiner Meinung nach sehr komischen Angewohnheit der Engländer…

Kleinkinder werden dort sehr häufig an einem Geschirr an der Leine geführt. Wenn einem so ein im Geschirr rumwuselndes kleines schreiendes Kind in einem dunklen Gang zur Musik von Mistery Castle entgegen gesprungen kommt kann man sich schon mal erschrecken! :)

Doch das war noch nicht alles. Das Beste kam bei unserem Auslandsaufenthalt auch am Schluss: LONDON!

Unser letztes Wochenende in England wurde durch einen zusätzlichen freien Freitag zu einer perfekten Möglichkeit für einen Kurztrip in das ca. 120 km entfernte London. Da wir dies zum Glück schon früh wussten konnten viele noch in Deutschland alles für den Trip organisieren, wie Hotel, Bustouren und U-Bahn Tickets.

Dieses Wochenende war für mich das absolute Highlight des Englandaufenthalts. London ist eine wunderschöne Stadt mit so vielen Dingen, die man erleben und sehen kann, sodass ein Wochenende einfach viel zu kurz ist.

Allein die Bustour mit den traditionellen roten Bussen zeigt einem im Zeitraffer was es alles neben den typischen Sehenswürdigkeiten wie dem Big Ben und dem Buckingham Palace gibt.

Ein Tag in London war so schnell vorbei, da man nur damit beschäftigt so viel wie möglich zu erleben und zu sehen. So hab ich es mir am letzten Tag in London nicht nehmen lassen einfach mal 3 Stunden im Hydepark im Gras zu liegen und wie 100 andere die Sonne zu genießen. Hier konnte ich dann auch mal mehr “Londoner” erleben, die zum Teil gerade aus ihren Büros im schicken Anzug auf der Wiese mit ihren Kindern und Hunden spielten.  Denn ansonsten war London zu dieser Zeit überfüllt mit Touristen, sodass man in der U-Bahn ganz viele verschiedene Sprachen hörte… außer Englisch!

Alles in allem muss ich sagen:

“Daumen hoch” für England! Diese 4 Wochen in England gehören bestimmt zu eines der schönsten Erlebnisse in meinem bisherigen Leben und ich bin dankbar das ThyssenKrupp Rasselstein mir dies ermöglicht hat!

Nun gehe ich mit großen Schritten meinen Examensklausuren an der VWA entgegen. Da ich mich nun voll und ganz auf die Vorbereitungen stürzen möchte, werde ich nun leider aus dem aktiven Bloggerteam austreten und mich hiermit schweren Herzens verabschieden. Aber wo einer geht entsteht Platz für jemand neues. Daher freue ich mich bald von anderen Azubis zu lesen wie sie die Ausbildung bei ThyssenKrupp erleben. 

Liebe Grüße

Eure Kim

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