Gastblogger

Immer schön flüssig bleiben! – Finanzen

Neunter Artikel unserer Serie zum geschlossenen Weißblechkreislauf:

Finanzen

Hallo,
mein Name ist Mario und ich mache bei ThyssenKrupp Rasselstein ein Duales Studium im Rahmen des Mittelrhein-Modells.

Nachdem ich im Sommer 2013 die Ausbildung zum Industriekaufmann abgeschlossen habe, absolviere ich nun mein Volontariat in der Finanzabteilung. Im folgenden Artikel möchte ich euch einige Aufgabengebiete meines Teams etwas näher bringen…

Die Finanzabteilung ist bei uns in Forderungs- und Kreditmanagement, Dokumentengeschäft, Liquiditätssicherung, Kurssicherung und Außenwirtschaft unterteilt.

Ich bin im Bereich des Forderungs- und Kreditmanagements tätig. Hier beschäftigten wir uns mit den Kunden, den sogenannten Debitoren.

Aufgrund von verschiedenen Kriterien (z.B. Herkunftsland des Kunden, Kreditwürdigkeit,…) werden mit unseren Kunden unterschiedliche Zahlungsarten vereinbart, sodass die Warenrechnungen z.B. per Vorkasse oder mit Zahlungsziel zu begleichen sind.

Wenn die Kunden unsere Produkte kaufen, müssen sie uns dafür natürlich auch den Kaufpreis zahlen. Durch den Versand der Ware und die Ausstellung einer Rechnung an den Kunden entsteht eine Forderung auf Zahlung des Kaufpreises.

Eine meiner Aufgaben ist die Debitorenbuchhaltung. Hier werden die Zahlungseingänge der Kunden überwacht und verbucht. Ich überprüfe täglich die Zahlungen, die auf unser Bankkonto eingehen und schaue mir an welche Rechnungen bzw. Forderungen der Kunde mit der Zahlung begleicht.

Da wir uns nicht sicher sein können, dass jeder Kunde die Rechnungen auch wirklich bezahlen kann, lassen wir die Forderungen bei einer Versicherungsgesellschaft versichern. Je nach Herkunftsland des Kunden sichern wir die Forderungen beim Bund oder bei einer privaten Versicherungsgesellschaft ab. Wir müssen an die Versicherung zwar eine bestimmte Prämie zahlen, allerdings bekommen wir von ihr auch einen bestimmten Prozentsatz vom Rechnungswert erstattet, falls ein Kunde zahlungsunfähig sein sollte.

Warum auf die Zahlung des Kunden warten, wenn man das Geld auch schon früher erhalten kann? 😉

Manche Kunden haben bei uns Zahlungsziele von einem halben Jahr. Das heißt, dass wir nach Ausstellung der Rechnung ein halbes Jahr auf den Zahlungseingang des Kunden warten müssen. Da uns dieser Zeitraum zu lange ist, schließen wir mit der Bank Forderungsverkäufe ab. Durch den Forderungsverkauf haben wir die Möglichkeit das Geld von der der Bank früher zu erhalten, denn auch wir müssen unsere Lieferanten bezahlen können.

Grundsätzlich sollte ein Unternehmen zu jeder Zeit liquide also flüssig sein. Das heißt, dass es immer genug Geld zur Verfügung haben sollte, um die Lieferanten bzw. generell die Gläubiger bezahlen zu können.

Natürlich gibt es noch viele weitere Aufgaben mit denen sich die Finanzabteilung beschäftigt, aber ich hoffe, dass ich euch hiermit einen guten Einblick in die Aufgabenbereiche meines Teams geben konnte. 😉

Viele Grüße

Mario