Vanessa

,,Zisch, knack” und offen ist die Dose! – Vom Coil zur Dose

Elfter Artikel unserer Serie zum geschlossenen Weißblechkreislauf:      

Vom Coil zur Dose…                                    

Am 16.04.2013 fuhren wir, Vanessa und Moritz, mit einigen Andernacher Kollegen nach Deventer (Niederlande) und besichtigten dort eines der Werke der Ardagh Group.

Ardagh Deventer verarbeitet einen Großteil der von uns produzierten Weißblechcoils weiter. Aus dem Weißblech stellen sie die Komponenten der altbewährten Konservendose her.

Nach einer vierstündigen Busfahrt wurden wir von einigen Mitarbeitern des Standortes Deventer herzlich in Empfang genommen. Zunächst hörten wir einen interessanten Vortrag über die Ardagh Group und das Werk Deventer, bei dem erst einmal unsere Englischkenntnisse auf die Probe gestellt wurden

Wir stellten fest, dass es einige Parallelen in der Arbeitsweise der holländischen Kollegen und unserem Werk gibt, wie zum Beispiel Arbeitssicherheit oder das Firmenleitbild (Vertrauen, Teamwork, Qualität).

Im Laufe des Vortrages wurden uns die Produkte EOE (Easy Open Ends), 2-Piece-Cans und 3-Piece-Cans vorgestellt. Dazu später mehr…

Um den Produktionsablauf zu verdeutlichen, zeigte man uns einen Kurzfilm über die Herstellung einer Konservendose. Nachdem alle offenen Fragen beantwortet waren, gab es noch ein paar Eckdaten zur Arbeitssicherheit während der Werksführung. Wir wurden dann auch prompt mit Kittel, Warnweste, Haarnetz, Sicherheitsschuhen und Ohropax ausgestattet.

Bestens ausgerüstet teilte man uns in vier Gruppen auf. Als erstes zeigte man uns das Materiallager in dem wir viele unserer Coils wiederfanden. Ein Großteil des Bleches in Deventer wird bei uns in Andernach produziert. Schnell ein Bild geschossen und dann ging es auch schon weiter zur Zerteilung. Dort wird der Coil in rasender Geschwindigkeit abgewickelt und das Material in handliche Blechtafeln für den Dosenkörper und so genannte Scroll-Tafeln für Boden und Deckel zugeschnitten.

Nun ging es zum Hauptteil des Werkes. Dies kann man sich wie eine hochautomatisierte ,,Dosenachterbahn” vorstellen. Egal wo wir hinschauten, überall rasten Dosen in Hochgeschwindigkeit an uns vorbei.

Unser nächster Stopp war bei der Fertigung der EOE’s, welche uns bereits im Vortrag begegnet waren. Unter den sogenannten „easy open ends“ versteht man die Laschenöffnungen an diversen Konservendosen, die das Öffnen einer Dose für jedermann einfach und ohne Hilfsmittel (Dosenöffner) möglich macht. Dort begegnete uns eine unbekannte Laschenöffnung, welche in Holland schon weit verbreitet ist.

Eine Automatisierungsstraße weiter zeigte man uns noch die eigentliche Herstellung einer Konservendose. Es gibt zum einen die 2-piece-can, bei der Boden und Dosenkörper aus einem Stück gefertigt wird – der Deckel jedoch separat. Die 3-piece-can besteht demnach aus den Einzelteilen Boden, Körper und Deckel, welche in drei verschiedenen Arbeitsschritten gefertigt werden.

Zu guter Letzt zeigte man uns noch das Verpackungslager, welches aus riesigen Dosentürmen besteht.

Nach der interessanten Führung gab es für uns noch ein kleines Mittagessen mit niederländischen Spezialitäten und dann ging es auch schon wieder Richtung Andernach.

Abschließend bedanken wir uns noch einmal für einen interessanten Tag bei der Ardagh Group in Deventer, an dem wir eine Menge über die uns eigentlich altbekannte Konservendose lernen durften.

Viele Grüße

Vanessa und Moritz