Julian

Ein Interview mit einem Werkstoffprüfer

Nein, das ist kein Remake von Neil Jordens „Ein Interview mit einem Vampir“, aber mindestens genauso spannend.

Wenn ich euch vorstellen darf, Philipp.

Philipp ist ein ehemaliger Azubi-Kollege und mittlerweile guter Freund von mir, der genau wie ich eine weite Anreise zum Rasselstein hatte. Um von seinen Erfahrungen in der Ausbildungszeit zu berichten traf ich ihn vor einigen Tagen um ihn zu interviewen.

Kurz zur Person…

Philipp ist 25 Jahre alt, Abiturient und seit ca. sechs Monaten ausgelernter Werkstoffprüfer im Bereich Metall. Vor der Ausbildung wohnte er in der Nähe von Mönchengladbach, bevor er im Sommer 2010 beschloss für die Ausbildung nach Andernach zu ziehen um die 3,5 jährige (3 jährige) Ausbildung zu beginnen. Jetzt arbeitet er als Schichtprüfer in unser betrieblichen Qualitätssicherung (Schichtbetrieb) und überwacht die laufende Produktion.

Warum hast du dich für diesen Ausbildungsberuf/-standort  entschieden?

Ich wollte den Beruf unbedingt erlernen, da er sich im Profil sehr interessant anhörte. (Qualitätsüberwachung der Produkte, Mitarbeit in der Entwicklung, Eigenschaften und Zusammensetzung von Werkstoffen untersuchen). Nach der intensiven Ausbildungsplatzsuche im Internet musste ich feststellen, dass dieser Beruf ein eher seltener, ja vielleicht exotischer Beruf ist und ich auf jeden Fall wegziehen müsste. Auf der Internetseite von ThyssenKrupp wurde ich dann auf Rasselstein aufmerksam und bewarb mich kurzer Hand online. Ich muss zugeben, weder mit Rasselstein noch Andernach konnte ich irgendetwas in Verbindung bringen… nur meine Oma, die wusste was mit Andernach als Reiseziel anzufangen.

Wie hast du die Ausbildung erlebt, würdest du diese noch einmal beginnen?

Die Ausbildung hat mir sehr gut gefallen, vor allem das selbstständige und  eigenverantwortliche Arbeiten, ich war direkt mitten im Geschehen. Wir hatten alle einen großen Vertrauensvorschuss, dem wir natürlich gerecht werden wollten. Auch die Ausbilder, Laboranten und Ingenieure hatten immer ein offenes Ohr für etwaige Fragen oder Probleme. Wie in jedem Ausbildungsberuf gab es natürlich auch Aufgaben die man weniger gerne erledigt hat. Ich würde die Ausbildung als Werkstoffprüfer beim Rasselstein auf jeden Fall wiederholen, ich habe es bis heute nicht bereut.

Wie war die Abschlussprüfung?

Die Abschlussprüfung habe ich mit einem Gut abgeschlossen und im Nachhinein würde ich auch sagen, die Prüfung war machbar und fair. Im Voraus hätte ich mir zwar lieber ein Projekt gewünscht, wie es die Mechatroniker haben (gefühlt weniger Druck, nicht hop oder top), aber es ging ja alles gut. Auch die Vorbereitung war ausreichend „gefühlt immer zu wenig ;)“ , aber die Ausbilder haben mich zu 100% unterstützt.

Vermisst du die „Azubi-Zeit“?

Nein, eigentlich nicht, nur das geregelte Wochenende (jetzt Schichtarbeit) vermisse ich. Selbst frei zu haben, wenn der Großteil meiner Freunde auch frei hat.

Wie sieht deine berufliche Zukunft aus, möchtest du dich weiterbilden?

Ab dem kommenden Sommer bin ich unbefristet eingestellt, aktuell werde ich an den Anlagen, Messeinrichtungen und im Qualitätsmanagement eingearbeitet. Zurzeit fühle ich mich also ganz wohl mit meiner Tätigkeit. Später möchte ich eventuell meinen Meister oder Techniker machen.

Hast du zum Schluss noch irgendwelche Tipps für unsere Leser?

Geht interessiert und engagiert in eure Ausbildung, genießt die Zeit und macht das Beste daraus. Denn die Zeit des „Welpenschutzes“ geht schneller vorbei als gedacht.

In diesem Sinne macht es gut!

Gruß Philipp

Über diesen Weg möchte ich mich noch einmal ganz herzlich bei Philipp bedanken, der  sich zu diesem Interview bereiterklärt hat.

Danke Philipp!

Ich hoffe es hat euch gefallen einen kleinen Eindruck der Ausbildung aus erster Hand zu bekommen.

Gruß

Euer Julian