Kevin

Neue Feuerwache für unsere Werksfeuerwehr

„Alt gegen Neu“, so würde ich es mal kurz beschreiben! Die „Alte Feuerwache“ platzte aus allen Nähten und hat mit den Jahren so langsam ausgedient. Unterschiedliche Standorte der Werksfeuerwehr müssen zusammengelegt werden, damit im Brandfall schnell reagiert werden kann! Deshalb gab es nur eine Lösung: den Neubau einer Feuerwache.

Wie ihr folgenden Bildern entnehmen könnt, hat das alte Feuerwehrhaus schon einige Jahrzehnte hinter sich und entspricht nicht mehr den Anforderungen unserer Zeit.

Alte Feuerwache von vorne und hinten

Die gesetzlichen und versicherungsrechtlichen Anforderungen rund um den Brandschutz müssen von unserem Unternehmen gewährleistet werden. Diese Auflagen können zukünftig am derzeitigen Ort aus diversen Gründen nicht mehr erfüllt werden. Deshalb laufen schon seit dem 11.11.2013 die Bautätigkeiten für die „Neue Feuerwache“, bestehend aus zwei großen Gebäuden, welche Platz für die vielfältigen Arbeitsgebiete der Werksfeuerwehr bieten und gleichzeitig dem neuesten Stand der Technik entsprechen.

Die zwei Gebäude mit den verschiedensten Tätigkeitsbereichen werde ich euch kurz erläutern:

Fangen wir mit dem größten Gebäude, dem Hauptgebäude an:

Rohbau rechts

Dieses hier mit den 9 Hallentoren beherbergt die meisten Bereiche der neuen Feuerwache und bietet Platz für die Feuerwehr- und Rettungsdienstfahrzeuge der Werkfeuerwehr sowie des medizinischen Dienstes. Zusätzlich befinden sich hier die Aufenthalts-, Sozial-, Büro- sowie Duschräume der Mitarbeiter der Werkfeuerwehr. Neben sowie hinter der Fahrzeughalle sind zum Beispiel folgende Bereiche im Bau: Feuerwehr-Einsatz-Zentrale, Erstversorgungsraum, Umkleideraum, Feuerlöscherwerkstatt, Reinigungsraum, …

Das zweite Gebäude beinhaltet folgende Tätigkeitsbereiche: 

  • Der größte Raum, die Atemschutzstrecke, ist im Obergeschoss vorhanden. Eine gesetzliche Forderung für die Einsatzkräfte ist es, mindestens einmal jährlich ihre körperliche Fitness sowie Ausdauer unter Beweis zu stellen. Im Vorraum zieht man sich um, durchquert anschließend einen dunklen, verqualmten Raum, der aussieht wie ein verwinkelter Käfig (Orientierungsstrecke), gelangt dann in den Konditionsraum, in dem man eine Endlosleiter besteigt sowie abschließend auf dem Ergometer radeln muss. Neben dem Atemschutzübungsteil gibt es auch einen Übungsteil für die Chemikalienschutzanzugträger (CSA). Dieser befindet sich mitsamt dem Pressluftatmer (PA) unter einem Chemikalienschutzanzug, welche den Kontakt von z.B. Säuren und Laugen verhindert. Hier wird u. a. geübt, einen Flansch zu lösen und ein Fass korrekt von einem LKW abzuladen. Anschließend gelangen die Einsatzkräfte in den Regenerationsraum.
  • die Atemschutzgerätewerkstatt und die restlichen Räume befinden sich im Erdgeschoss. Hier werden die Atemschutzmasken gereinigt, geprüft, desinfiziert und neu verpackt. Auch die mit Atemluft gefüllten Flaschen der PA-Geräte werden hier geprüft und mit einem Druck von bis zu 300 bar neu befüllt.
  • In der angrenzenden Funk- und Elektrowerkstatt erfolgt die Reparatur defekter Funkgeräte oder Funkmeldeemfänger. Zusätzlich wird die Brandmeldeanlage (BMA) im Falle eines Defekts wieder instandgesetzt.
  • Hinter den Hallentoren neben dem Gebäude befinden sich die Abrollbehälter (AB-Schaum) mit Schaummittel, welche mithilfe des Wechselladerfahrzeuges (WLF) transportiert werden können. Direkt daneben ist die Lagerstätte für das Ölbindemittel sowie der Sonderlöschmittel (z.B. Metallbrandpulver oder CO²/Kohlenstoffdioxid).

Soweit war´s das erstmal zum neuen Feuerwehrhaus  – ihr dürft auf einen Folgebericht von mir inkl. Fotos gespannt sein … :-)

Bis dahin!

LG, euer Kevin