Gastblogger

Mechatroniker Trainingscamp 2014

„Wir werden Weltmeister, Weltmeister, Weltmeister sein..“

So oder so ähnlich kann man die Stimmung beschreiben mit der wir (Tobias und Vanessa, Mechatroniker im 3. Ausbildungsjahr) an einem Freitag im Juli aufbrachen um mit unserem Ausbilder, Herrn Müller, nach Esslingen zu fahren. Dort hatten wir die Möglichkeit an einem von der Firma FESTO ausgerichteten Trainingscamp teilzunehmen. Die Stimmung rührte einerseits daher, dass dieses Camp auf eine Berufsmeisterschaft Mechatronik, die WorldSkills Germany im Jahr 2015, vorbereiten sollte, bei der man sich für den weltweiten Wettbewerb qualifiziert, aber auch daher, dass am Sonntag darauf das WM-Endspiel unter deutscher Beteiligung anstand (mit bekanntem Ausgang ;)).

Das Camp selber sollte zeigen, welche Anforderungen und Erwartungen bei den WorldSkills 2015 an die Teilnehmer gestellt werden und wie ein solcher Wettbewerb abläuft. Dies wurde am Beispiel des letzten Wettbewerbs in Leipzig erklärt.

Nach der Ankunft in Esslingen und dem ersten Kontakt zum Veranstalter und anderen Teilnehmern mussten dann noch die Zimmer bezogen und das geforderte Equipment, eine speicherprogrammierbare Steuerung (SPS)  und Werkzeug, aufgebaut werden. Nach einer Vorstellungsrunde ging es daran das mechatronische Modell, das es am nächsten Tag aufzubauen galt, zu demontieren um kennen zu lernen. Wir sollten uns mit der Funktionsweise vertraut machen und konnten uns erste Gedanken zu möglichen Programmen machen. Dieser Aufbau ist, so erklärte man uns, immer der erste Auftrag beim Wettbewerb. Nach der Demontage gab es noch Informationen zum nächsten Tag und einem Treffpunkt zum Abendessen. In einem mexikanischen Restaurant konnten wir die anderen Teilnehmer besser kennenlernen, das ein oder andere über die Ausbildung in anderen Betrieben lernen und den Abend gemütlich ausklingen lassen.

Am nächsten Tag bauten wir dann unter Wettbewerbsbedinungen – d. h. für Aufbau und Programmieren waren drei Stunden angesetzt – das System wieder auf. Da wir die Zeit möglichst gut ausnutzen wollten, hatten wir am Tag davor die Aufgaben aufgeteilt. Während Vanessa den größten Teil des mechanischen Aufbaus vornahm, das Verdrahten, Verschlauchen und Befestigen der Einzelteile, machte ich mich an das Programmieren der SPS. Als wir mit dem Verdrahten, Verschlauchen  und dem Prüfen der Kontakte fertig waren, kam der Moment der Wahrheit … Würde alles auf Anhieb funktionieren???

Und wie es im Leben nun mal so ist, war dies nicht der Fall. Da dies bei allen Teilnehmern zum Ende der Zeit so war, bekamen wir Zeit nach allen Fehlern zu suchen und die letzten Kabelbinder zu befestigen. Gemeinsam gingen wir das Programm durch um alle Denkfehler auszumerzen und konnten diese zum Teil in der extra Zeit beheben. Die Anlagen wurden nun unter die Lupe genommen und wie im richtigen Wettkampf bewertet. Zum Abschluss gab es dann noch eine Reflexionsrunde mit Feedback für den Veranstalter und dann ging es wieder nach Hause.

Da wir nun genau wissen worauf es ankommt werden wir viel üben um möglichst gut abzuschneiden und freuen uns schon sehr auf die Herausforderung. Nach dem Wettbewerb im Februar werden wir  von unserer Teilnahme an den “WorldSkills 2015″ berichten.

Bis dahin
Tobias und Vanessa

Dieser Artikel erscheint auch im Rahmen der BLOGPARADE “Azubis 2014: Lohnt sich die Ausbildung noch?” Dies ist eine Aktion der Krones AG und der karrierebibel – weitere Infos findet ihr hier: Blogparade Azubi 2014: Lohnt sich die Ausbildung noch? #Blogparade