Yannick

The show must go on… oder auf dem Weg zur Fachkraft!

Es ist nun einige Zeit verstrichen und ich möchte euch wie versprochen einen kleinen Zwischenstand zu meiner Abschlussprüfung geben:

Ende März wurde ich, nachdem ich meinen Antrag auf Genehmigung meines betrieblichen Auftrages (mehr dazu hier) bei der IHK Koblenz eingereicht hatte, an einem Schultag aus dem Unterricht der Berufsschule gerufen. „Würdest du bitte einmal kurz mitkommen, wenn es sich zeitlich einrichten lässt? Der für dich zuständige Prüfungsausschuss hat ein paar Fragen bezüglich deines Antrages an dich.“ Im ersten Moment ein wenig schockiert stellte sich aber schnell heraus, dass es sich hierbei um ein Routineverfahren handelte. 😉 Der Prüfungsausschuss wollte auf diese Weise die Prüflinge lediglich ein erstes Mal kennenlernen und eventuell offene Fragen klären. Bei dieser Gelegenheit bemerkte ich auch, dass es sich bei den Prüfern keinesfalls um Menschenfresser handelt! Ganz im Gegenteil: bei einem lockeren Gespräch erläuterte ich nochmal meinen Antrag und lernte meine Prüfer kennen. Am Ende dieses Gespräches bekam ich dann auch die lang erhoffte Freigabe: Es konnte endlich richtig losgehen mit meinem betrieblichen Auftrag! :-)

Und so konnte ich dann auch am nächsten Arbeitstag starten. (Und es gibt bei so einem betrieblichen Auftrag einiges zu tun!) Der Auftrag muss analysiert werden (mein Auftrag besteht darin, eine Steuerung für zwei Pumpen im Anlagenkeller zu modernisieren), Informationen müssen beschafft und Absprachen getroffen werden, Materialien müssen ausgesucht und bestellt werden, Schalt- und Montagepläne erarbeitet und gezeichnet werden!

Als die Teile endlich gekommen und die nötigen Pläne erstellt waren, ging es dann an den praktischen Teil der Prüfung: Vorbereitung und Verdrahtung des Schaltschrankes,(Montageplatten mussten gebohrt und bestückt werden, elektrische Bauteile mussten angeschlossen und beschriftet, Kabeleinführungen in den Schaltschrank gebohrt und montiert, Bedienteile in die Schaltschranktür eingebaut werden, Sensorhalterungen mussten montiert werden und und und…)… nebenbei durfte ich nicht vergessen, meine Vorgehensweise immer wieder zu dokumentieren und zu belegen!

Das hört sich nach viel Arbeit an? Ist es auch! Aber es lohnt sich! Denn diese Arbeiten machen den Beruf eines Mechatronikers in einer Projektierungsphase schließlich aus! Und somit war das Arbeiten bis jetzt angenehm und hat für Kurzweile gesorgt! 😉 Aber natürlich habe ich auch einen betrieblichen Betreuer, der mich bei meinem Auftrag unterstützt und mir mit Rat und Tat zur Seite steht. :-)

Ich habe noch so einiges zu erledigen, bis ich mein Projekt abschließen und meine Dokumentation bei der IHK abgeben kann. Doch davon werde ich euch später hier berichten…

Jetzt mache ich mich erst einmal wieder an die Arbeit! 😉