Marius

Still no. 1

Puh, zum Ende hin ging alles dann schneller als erwartet. Kaum wieder in Deutschland eingelebt, begann auch schon die Bachelorarbeitsphase. Wie ich schon in meinem letzten Artikel schrieb, habe ich mich entschieden meine Abschlussarbeit im Bereich Vertrieb zu schreiben. Zunächst galt es einen betreuenden Professor  und ein Thema zu finden. Die Themenfindung geschah natürlich in Absprache mit der Hochschule und meinem Vorgesetzten, der sich natürlich auch einen Mehrwert aus der Thesis versprach. Ich entschied mich schließlich die akute Lagerproblematik im Bereich Fertiglager zu behandeln. Hier sollte eine Optimierung der vorhandenen Lagerfläche herbeigeführt werden. Lagerproblematik im Vertrieb? Nicht wundern, das Fertiglager arbeitet eng mit dem Ordermanagement zusammen und ist deshalb bei uns dem Ressort Vertrieb zugeordnet. Während der  Bearbeitungszeit von neun Wochen bin ich auch meiner ganz normalen Arbeit im Ordermanagement nachgegangen.

Nach der Themenfindung und der Anmeldung an der Hochschule Koblenz, konnte ich Mariusdirekt mit dem Erstellen einer Gliederung beginnen. Die Gliederung war jedoch nur ein Entwurf und hat sich im Verlauf der neun Wochen noch mehrmals geändert. Steht das grobe Gerüst beginnt die Literaturrecherche. Dabei legt man den Grundstein für die Qualität seiner Arbeit, denn arbeitet man mit den falschen Büchern verliert man viel Zeit beim Schreiben, kann somit in Zeitdruck geraten und zitiert aus ungeeigneten Werken.

Für den praktischen Teil der Arbeit habe ich viel mit Auswertungen in Excel, aber auch Vorort im Lager verbracht. Die Idee meiner Bachelorarbeit ist es die Lagerplatzoptimierung so zu verändern, dass der Lagerabfluss verbessert und somit die Lagerkapazität erhöht wird. Kurz beschrieben: Es soll eine Clusterung der Lagerfelder durchgeführt werden, sodass die Materialien mit der höchsten Umschlagshäufigkeit auf den Feldern mit den kürzesten Transportwegen gelagert werden.

Während dem Schreiben musste ich mich immer wieder daran erinnern dass mein Professor natürlich nicht so viel Wissen über unsere Produkte und unsere Lagermöglichkeiten hat. Dieses Wissen habt ihr natürlich auch nicht, denke ich ;). Die Coils die ihr auf dem Foto sehen können bis zu 12 Tonnen wiegen. Ganz schön schwer, was?

 

Plus Anhang sollte meine Bachelorarbeit 30 Seiten umfassen und muss gebunden in dreifacher Ausführung abgegeben werden. Zum Ende hin konnte ich meine eigenen Worte schon fast nicht mehr lesen und war froh als ich dann endlich abgegeben hatte. Schon am selben Abend fand auch die Absolventenfeier der Hochschule Koblenz in der Rhein-Mosel-Halle statt. Dort wurden wir unter anderem herzlich von unserem Dekan beglückwünscht, ohne dass wir überhaupt schon unsere Note wussten :D. Auf dem Foto seht ihr mich und meine Kommilitonen aus dem dualen Studiengang.

MariusKommen wir zurück zu einem der größten Vorteile des dualen Studiums:

Direkt am nächsten Tag startete ich im Ordermanagement in mein „richtiges“ Arbeitsleben. Und was war anders? Außer dem Gehalt und vielleicht der Verantwortung nicht viel! Ich kenne alle meine Kollegen, meinen Arbeitsplatz, meine tägliche Arbeit, das Unternehmen und unser Produkt. Auch nach den 3,5 Jahren bei thyssenkrupp Rasselstein, der BBSW Koblenz und der Hochschule Koblenz kann ich immer noch sagen dass das duale Studium für mich die No.1 unter den Angeboten an Fortbildungsmöglichkeiten nach dem Abitur ist. In kürzester Zeit könnt ihr euch mit einer Ausbildung, einem Studium und Berufserfahrung von der Konkurrenz auf dem Arbeitsmarkt absetzen.

Nutzt eure Chance und bewerbt euch!

Auf Bald,

euer Marius

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