Nedim

Interview mit unserem Werksleiter

Hey Leute,

heute gibt es keinen gewöhnlichen Artikel für euch, denn ich hatte die Ehre ein Interview mit unserem Werksleiter Ralph Christ für unseren Azubiblog zu führen. Da Herr Christ den Azubiblog für eine tolle Sache hält, war er gerne bereit sich hierfür Zeit zu nehmen und was er zu sagen hat, könnt Ihr im Folgenden lesen! 

Herr Christ, bitte stellen Sie sich kurz vor und erläutern Sie uns Ihren beruflichen Werdegang.           

Mein Name ist Ralph Christ, ich bin 49 Jahre alt, komme aus Halsenbach (Hunsrück), bin Vater von zwei Töchtern und seit Juni 2017 Werksleiter beim Rasselstein. Nach meinem Gymnasialabschluss in Koblenz und 15 Monaten Bundeswehr entschloss ich mich Elektrotechnik in Aachen zu studieren. Wieso Aachen? Naja weil alle sagten, es sei schwierig dort! Während meines Studiums spezialisierte ich mich auf Energietechnik und kam anschließend bei Siemens in Erlangen unter, wo ich für die Inbetriebnahme von Hoch-und Mittelspannungsanlagen weltweit tätig war. Nach drei Jahren wechselte ich zur Firma Adtranz nach Frankfurt, die für die Energieversorgung von U- und S-Bahnen tätig war, doch dann entdeckte ich eine Stellenausschreibung für Elektroinginieure beim Rasselstein, worauf ich mich dann beworben habe. Seitdem durchlief ich viele Teams beim Rasselstein (Elektroinginieur Team Entfetten/Glühen, Qualitätssicherung, Veredelung) und wurde irgendwann Teamleiter an den D-Öfen. Nach 7 Jahren als Teamleiter an den D-Öfen und weiteren 2 Jahren an der Veredelung bin ich nun 18 Jahre beim Rasselstein und mittlerweile Werksleiter.

Wie in etwa sieht der Arbeitsalltag aus?

Mein Arbeitstag fängt schon zu Hause beim Müsliessen an, wo ich mir auf meinem iPad den Tagesbericht anschaue, um für das tägliche „Steh-C“ (Werkskonferenz) um 08:45 Uhr vorbereitet zu sein. Erst nach 10:00 Uhr gehen dann weitere Termine los, wie z.B. quartalsmäßige Jour-Fix-Gespräche mit den Teamleitern oder Gespräche mit unserem Vorstand. Im Allgemeinen ist jeder Tag sehr gefüllt, sodass ich erst nach 16:00 oder 17:00 Uhr Zeit habe, Dinge vor-oder nachzubereiten. Mein Job ist es schließlich den Rasselstein so zu steuern, dass er seine Ziele erreicht und Probleme löst.

Was sind die schönen Seiten Ihres Berufs und was sind schlechte Seiten?

Es ist eine sehr spannende und abwechslungsreiche Aufgabe Werksleiter zu sein, da man viel mit Leuten zusammenarbeitet und der Rasselstein einfach ein toller Laden ist! Es gibt wenig Distanz zu den Mitarbeitern, z.B. habe ich keine Hemmungen mit den Leuten an der Anlage zu sprechen und umgekehrt genauso. Aber es ist nicht immer alles so toll, was ich zu berichten habe, beispielsweise wenn die Produktion nicht so rund läuft wie in den letzten Monaten. Dort würde ich mir wünschen, wir hätten mehr Zeit und mehr Leute, Sachen systematisch abzuarbeiten, die uns wiederkehrend Schwierigkeiten bereiten. Aber auch das gehört zu meinem Beruf dazu.

Wie viel Freizeit bleibt bei Ihrem Job und wie nutzen Sie diese gerne?

Ein Arbeitstag als Werksleiter kann unter Umständen sehr voll gepackt sein, sodass man auch mal um 7 oder halb 8 das Werk verlässt. Dennoch probiere ich mich in meiner Freizeit viel abzulenken, was mir auch sehr gut gelingt. Zu meiner Freizeit gehört dann, dass ich Mitglied und Vorsitzender im DLRG Ortsverein Emmelshausen bin, mich abends mit meiner Freundin über den Tag austausche, Zeit mit meinen Töchtern verbringe und etwas Sport treibe, wie z.B. Schwimmen, Laufen an der Nette oder Training im Rasselsteiner Trainingszentrum.

Was war Ihre beste Entscheidung in Ihrer beruflichen Laufbahn?

Kurz und knapp, meine beste Entscheidung war tatsächlich bei Adtranz aufzuhören und beim Rasselstein anzufangen! Denn schließlich bin ich schon 18 Jahre hier und hatte das Glück immer den richtigen Förderer zu haben und zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein.

Gibt es etwas, was Sie uns Azubis/jungen Menschen mit  auf den Weg geben würden?

Definitiv. Auch wenn es in jungen Jahren schwer ist, sollte man wissen wohin man will. Um das zu erreichen, sollte man sich dafür engagieren und immer wieder auf sich aufmerksam machen. Außerdem ist es wichtig, nicht den Mund zu halten, denn wir wollen ja schließlich wissen, wie Sie heutzutage geführt werden wollen.

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